Tierbestattungen: ein Interview mit Lea Schenker

By 3. September 2016 Hund

Kann, darf und soll denn Abschied und Trauer in einem Fest der Würdigung und Freude über die gemeinsame Zeit münden?

Ja! und noch mehr: Lea Schenker hat es sich zur Aufgabe gemacht Wege des kreativen und würdevollen Abschieds aufzuzeigen und unterstützend in der Trauer zur Seite zu stehen. Ich sitze in einem ruhigen Cafe in Köln und warte auf Lea Schenker, einer Tierbestatterin der besonders liebenswürdigen Art. Das Thema Abschied und Tod ist nach wie vor ein schweres, dem Tierbesitzer gern aus dem Weg gehen. Doch wie erleichtert und froh kann man sich als trauernder Tierbesitzer schätzen, wenn einem jemand mit Rat und Tat und einer wohltuenden Portion Empathie in dieser Ausnahmesituation zur Seite steht. Gerade, weil das Thema Trauer um Tiere oft noch belächelt wird, ist es eine Wohltat, auf ein offenes Ohr und eine versierte Beraterin vertrauen zu können. Den Abschied als kleines würdevolles Fest zu Ehren des lieb gewonnenen Freundes zelebrieren, so könnte man die Philosophie von Lea Schenker in etwa umreißen. Und da kommt sie. Ausnahmsweise tatsächlich ganz in Schwarz, wie sie lächelnd anmerkt. Lea fällt sofort durch ihre positive Ausstrahlung und ihr einnehmendes Wesen auf. So ganz das Gegenteil dessen, was man sich klischeehaft unter einem Bestatter vorstellt.